Standort: Verband Deutscher Schriftsteller in Bayern :: Meldungen :: 3. BrandlochFest 20.4.-10.5.2009
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3. BrandlochFest 20.4.-10.5.2009
Zeitenreise mit literarischen Begegnungen
[27.03.2009] Im Brandloch wieder entdeckt : Vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller der verbotenen Literatur Schätze vergangener Zeiten, Schätze für Heute!
Ein literarisches Projekt, das aus neuen
Perspektiven nach vergessenen Autoren/Innen der verbrannten
Literatur sucht, um vor allem der jungen Generation eine Plattform
anzubieten, einen Blick in das immense Brandloch zu werfen, das die
Zeit des Nationalsozialismus hinterlassen hat, und somit dazu beiträgt,
eine Kontinuität der Geschichte zu schaffen.
Autoren von heute suchen anhand eigener Texte den Dialog mit vergessenen Kollegen der Vergangenheit
Die Veranstaltungen werden mit polyartistischen Elementen der
Öffentlichkeit präsentiert und zugänglich gemacht, z.B.
Video-Installation, Musik, Dokumentarfilm Das Brandloch
All diese literarischen Events schaffen einen Begegnungsort zwischen
heute und gestern, öffnen einen kurzen Blick auf den Reichtum zu
Unrecht verstaubter Bücherkisten und machen mit großen Persönlichkeiten
bekannt, die beispielgebende und würdige Ahnen unserer Kultur sind.
Das literarische Programm (Termine finden sie hier)
wird meist von der VideoCollage 23 Köpfe 23 Schicksale (Sylvie Bantle, 37 Min.) umrahmt:
23
Autoren der verbrannten Literatur, entdeckt und zusammen getragen von
den Brandloch-Autoren/Innen, werden mit kurzer Biografie und Zitat
vorgestellt, gezeichnet von Sylvie Bantle und dem südindischen Maler
Alexander Devasia. Ein stilles Einfühlen in 23 Schickale, die ein Stück
fast vergessener Deutscher Geschichte erzählen:
Frank Arnau,
Charlotte Beradt, Elisabeth Castonier, Franz T.Csokor, Alexander
M.Frey, Salomo Friedlaender, Mascha Kaléko, Konrad Heiden, Max
Hermann-Neisse, Gina Kaus, Irmgard Keun, Otto Knab, Gertrud Kolmar, Joe
Lederer, Oskar Loerke, Max Mohr, Erich Mühsam, Gustav Regler, Bruno
Schulz, Walter Serner, Armin T.Wegner, Hermynia zur Mühlen, Berta
Zuckerkandl
Verschollene Schätze bergen und Neues für heute entdecken!
Die
verbrannte Literatur ist ein schwieriges Thema, dennoch ist es
Brandloch gelungen, neue Perspektiven auszuloten, zeitadequate Ansätze
zu entwickeln und damit den Zugang einer Zuhörerschaft zu ermöglichen,
die bisher dieses unbeliebte Erbe deutscher Kultur umging.
Die
literarische Reihe Brandloch ist nun seit 2005 erfolgreich aktiv, das
Interesse der Allgemeinheit für vergessene Werke und Namen von
Autoren/Innen der deutschen Vergangenheit zu wecken und
Persönlichkeiten vorzustellen, die durch ihren wachen kritischen Geist
beispielhaft für jede Epoche sind.
Sylvie Bantle begann mit
Brandloch als ein Arbeitskreis des Verbands Deutscher Schriftsteller
München, um auf die Büchersammlung von Georg Salzmann aufmerksam zu
machen.
Nach knapp 2 Jahren in der Seidlvilla, München etabliert,
auch auf Lesenächten und an anderen Spielstätten eingeladen, fanden 2007 und 2008 die beiden ersten BrandlochFeste an verschiedenen Spielstätten in und um
München statt.
Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturreferat der LH München
verdi (Bezirk München u. Ortsverein München Fachbereich Medien, Kunst, Industrie)
VSVerband deutscher Schriftsteller
Therese Literaturgesellschaft e.V.
Sylvie Bantle