Aktionsbündnis für faire Verlage

Für Meinungsfreiheit – gegen Einschüchterung

[18.04.2008] Presseinformation des VS Berlin, 16. April 2008

»Es ist ungeheuerlich, dass ein Verlag, der sich mit dem Namen Goethe schmückt, mit repressiven juristischen Maßnahmen gegen Autoren und ihre Verbände vorgeht, die sich für faire Verlagspraktiken einsetzen«, erklärte Imre Török, Vorsitzender des VS in ver.di.

Schriftstellerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden am 23. April, dem »Welttag des Buches«, mit einer gemeinsamen Erklärung für faire Verlagspraxis an die Öffentlichkeit treten. Die Verbände sind Teil eines Aktionsbündnisses, das sich gebildet hat, um insbesondere jungen Autoren und Berufsanfängerinnen besser zu informieren. In der gemeinsamen internationalen »Fairlag-Erklärung« treten die Unterzeichner ausdrücklich für den fairen Umgang zwischen Autoren und Verlegern ein, ohne dabei Verlagsnamen zu nennen.

Trotzdem droht die »Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe« den Initiatoren und unterzeichnungswilligen Autorenvereinigungen bereits im Vorfeld mit kostenträchtigen Prozessen und versucht, sie mit Abmahnungen einzuschüchtern. »Nicht allein die öffentliche Meinungsäußerung, schon die interne freie Meinungsbildung soll juristisch unterbunden werden. Diese Vorgehensweise hat mit einer Kultur des Wortes absolut nichts zu tun und ist ein Schlag ins Gesicht aller gewissenhaft und seriös arbeitenden Verlage«, so Török. „Eine solche Art Vorzensur ist skandalös, wir weisen sie zurück.“ Vorgehensweisen dieser Art zeigen seiner Auffassung nach der Autorenschaft mehr als deutlich die Notwendigkeit, nicht nur am »Welttag des Buches« für den fairen Umgang in der Literatur- und Kulturbranche einzutreten und junge Autorinnen und Autoren vor unseriösen Praktiken zu warnen und zu schützen.


Heinrich Bleicher-Nagelsmann, ver.di – Bereich Kunst und Kultur, Tel. +49 (30) 6956-2330, e-MAIL vs@verdi.de


Weitere Informationen:

Aktionsbündnis für faire Verlage

Information der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu Zuschußverlagen

Das Literatur-Café: „Für Meinungsfreiheit« - Autorenverbände wollen sich von Verlagsgruppe nicht einschüchtern lassen”

Kampagne gegen Autoren-Magazin u.a.




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